Web 2.0 bei Klett (I): Klett-Cotta und die social media

Im Verlag Klett-Cotta erscheint ein Buch- und Zeitschriftenprogramm mit breitem Themenspektrum - von Literatur und Fantasy, über allgemeines Sachbuch, Geschichte, Politik und Philosophie bis hin zu Psychotherapie, Psychoanlyse, Psychologie und Erziehung. Seit einige Zeit wird bei oder für klett-Cotta gebloggt, es gibt auch eine Facebookseite und sogar einen Twitter-Account.

Das Blog von Klett-Cotta
Im März 2007 wurde das Blog von Klett-Cotta gestartet. Seitdem erschienen rund 350 Beiträge. Veranstaltungen, Hinweise auf Rezensionen, Ereignisse und Themen rund um die Literatur. Aber vor allem Texte über die Neuerscheinungen von Klett-Cotta, die sich naturgemäß im Frühjahr anläßlich der Leipziger Buchmesse und im Herbst zu Zeiten der Frankfurter Buchmesse besonders häufen. Auf dem Blog stehen keine Werbetexte, auch keine Rezensionen. Der Autor hat diese Textsorte Leseberichte genannt, und er berichtet über seine Leseerlebnisse von Fantasy über Belletristik und Geschichte bis zu dem Büchern aus dem psychologischen Regal. Und immer trifft er Autoren und nutzt diese Gelegenheiten, um mit ihnen über ihre Bücher zu sprechen: Nachgefragt.

Klett-Cotta und Facebook

775 Follower, Leser, denen Klett-Cotta gefällt, darf der Verlag auf seiner Facebookseite www.facebook.com/KlettCotta schon zählen. Sicher, soziale Netzwerke sind noch sehr gewöhnungsbedürftig. Man darf auch fragen, ob es eine Nachhaltigkeigkseffekt gibt, und ob diese Leser auch wirklich regelmäßig die Aktivitäten von Klett-Cotta weiterverfolgen. Bei einigen Mitteilungen oder Ankündigungen von Klett-Cotta auf dieser Seite gibt es Reaktionen der Leser. Und wer Klett-Cotta "mag", dieses durch einen Klick kundtut, empfängt künftig auf seiner Facebook-Seite die neuesten Infos von Klett-Cotta. Und das überholt jeden Newsletter.

Klett-Cotta und Twitter

Twitter mit seinen Mitteilungen, die nur 140 Zeichen lang sein dürfen, will so gar nicht recht zu einem Literaturverlag passen. Liest man sich aber die Nachrichten auf der Twitter-Seite von Klett-Cotta, neudeutsch, die Tweets von Klett-Cotta durch, so ändern manche ihre Meinung von, "Das ist nichts für mich," in "Was man damit alles anstellen kann," von einem Nachrichtenkanal für die Fans von Klett-Cotta bis zum schnellsten Intranet für die Lektoren ist alles drin.
Am 1. Mai heißt es: "Hier noch mal die gestrige Aspekte-Sendung über Südafrika zum Nachschauen. U.a. mit Roger Smith: "Blutiges... bit.ly/allBkw".
Und diese Info wird von Google perfekt gefunden.

Die Gretchenfrage. Wird durch Web 2.0 mehr gelesen? Möglicherweise schon, weil die Netzwerke der Leser auch der Nennung der Titel und ihrer Präsenz zugutekommt.

Für die Internetkolumne des MERKUR (Mai 2010, S: 433-238) hat Kathrin Passig unter der Überschrift Abschied vom Besten einen sehr lesenswerten Beitrag über Twitter verfasst: "Kaum ein Onlineangebot ist so konsequent und vollständig den persönlichen Interessen angepasst," lautet ihr Urteil.
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