Meister Cody im Fokus bei Lehrkräften, Schulen und Politik

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Fazit nach einer Woche Bildungsmesse didacta: Das diagnosebasierte digitale Lernsystem von Meister Cody, einem Unternehmen der Klett Gruppe, hat Lehrkräfte, Schulvertreter und Fachpolitiker aus Kommunen und Ländern überzeugt.

Meister Cody setzt genau dort an, wo die aktuellen Vergleichsstudien wie Pisa, Iglu und IQB in Deutschland gravierende Schwächen bei den Schülerinnen und Schülern festmachen: Lesen, Schreiben, Rechnen ab der 2. Klasse in der Grundschule. Der Prozentsatz an Schülern der Klasse 4, die nicht die Mindeststandards im Lesen, Schreiben und Rechnen erreichen, liegt mittlerweile zwischen 18 (Zuhören) und 30 Prozent (Orthografie). Klett-Managerin Annika Renker sowie Entwickler und Geschäftsführer der Meister Cody GmbH, Ulrich Schulze Althoff, blicken im Gespräch auf erfolgreiche fünf Tage didacta zurück.

 

Frau Renker, waren Sie überrascht, wie sehr „Meister Cody“ im Fokus der Bildungsexperten auf der „didacta“ stand?

Annika Renker:
Nein, überhaupt nicht. Wir wissen ja, dass „Meister Cody“ genau das Tool ist, das uns bei einer der zentralsten Bildungsherausforderungen wirklich helfen kann. Wissenschaftlich fundierte Diagnostik und individuelle Förderung sind wirksam und verbessern nachhaltig die basalen Kompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen, und sinnvollerweise beginnt man damit in der Grundschule. Genau da setzen wir an. Und: „Meister Cody“ ist sofort einsatzbereit, wurde bereits mit tausenden Lehrkräften und Schulkindern praxiserprobt und kann flächendeckend in Schulen ausgerollt werden.
 

Haben Sie das Gefühl, dass die Messe den Durchbruch des noch relativ neuen Lernmoduls „Meister Cody“ gebracht hat?

Annika Renker:
Auf jeden Fall haben wir uns noch bekannter gemacht bei Lehrkräften, Schulen und Politik, die über den Einsatz neuer Lehr- und Lernmethoden entscheiden. Mit „Meister Cody“ treffen wir den Zahn der Zeit: Die Ständige Wissenschaftliche Kommission (SWK) der Kultusministerkonferenz empfiehlt eine „verbindliche Verankerung eines Konzepts zur systematischen Diagnose und Förderung basaler Kompetenzen im Schulprogramm“ (Empfehlung 6) und die „Bereitstellung von wissenschaftlich fundierten, qualitätsgesicherten diagnostischen Instrumenten und darauf bezogenen Förderinstrumenten“ (Empfehlung 9). Mit „Meister Cody“ ist genau das möglich, kein Wunder also, dass das Interesse groß war.


Wie funktioniert Testen und Fördern denn konkret?

Ulrich Schulze Althoff:
Der Empfehlung der SWK folgend sollten alle Kinder regelmäßig getestet und gefördert werden, wobei die Betonung auf „alle” und auf  „regelmäßig” liegt. Das heißt konkret: Jede Schule sollte zwei Mal pro Jahr den Leistungsstand aller Kinder ab der zweiten Klasse per Tablet testen, um den Lehrkräften die Lernstände sichtbar zu machen. Danach können alle Kinder individuell gefördert werden, am besten 20 Minuten pro Tag zwei bis drei Mal pro Woche. Dank der digitalen Möglichkeiten und Auswertungen geht dies auch ohne zusätzlichen Personalaufwand. Jede Lehrkraft kann durch eine Lernverlaufsmessung kontinuierlich sehen, welche Kinder der Klasse weiterkommen und welche Kinder noch Unterstützung brauchen. Das sind die Strategien, die jetzt z. B. die Bundesländer Saarland und Hessen schon flächendeckend nutzen sowie viele einzelne Schulen im ganzen Bundesgebiet einsetzen.


Bestätigen die Ergebnisse in der Praxis Ihre gewünschten Erfolge?

Ulrich Schulze Althoff:
Ja. Erst in der vergangenen Woche haben wir bei einer Schule im Rheinland erfahren, dass sich seit dem Einsatz von „Meister Cody“ in einer 3. Grundschulklasse 100 Prozent der Schülerinnen und Schüler verbessert haben, einige sogar sehr stark. Jedes Kind, jede Lehrkraft, jede Schule in jedem Bundesland kann es schaffen, die Ziele im Bereich der basalen Kompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen zu erreichen. Das haben vergleichbare Systeme in den Niederlanden, Japan und den USA in den letzten Jahren gezeigt. Ganz exemplarisch ist hier Japan, das bei den Pisa-Ergebnissen vor zehn Jahren Schlusslicht war und jetzt exzellente Ergebnisse erzielt. Die Japaner fokussieren sich dabei sehr stark auf „Testen, testen, testen“!

Annika Renker:
Dabei geht es im Übrigen nicht um immer mehr Leistungstests mit Benotung, also um die Erhöhung von Druck, sondern um sogenannte formative Lernstandstests, die den Lernprozess sichtbar machen.


Wo hilft „Meister Cody“ noch?

Annika Renker:
Die basalen Kompetenzen bilden für alle Menschen die Grundlage zur Teilhabe an sämtlichen gesellschaftlichen und ökonomischen Prozessen. Für Kinder und Jugendliche sind sie der Türöffner ins Leben – beruflich wie privat. „Meister Cody“ ist von Professoren der Universitäten Dortmund und München mitentwickelt worden und wird weiterhin wissenschaftlich begleitet. Es ist ein erfolgskritisches Werkzeug für die Grundschulen, um den negativen IQB-Trend in den Bundesländern zu stoppen und ins Positive zu drehen.

Ulrich Schulze Althoff:
Außerdem kann „Meister Cody“ in Zeiten von Lehrkräftemangel stark entlasten, da die Schülerinnen und Schüler schon nach kurzer Zeit sehr eigenständig mit dem Tool, auch unabhängig von Ausfällen, arbeiten können.


Können sich die Schulen „Meister Cody“ denn auch leisten, braucht nicht jeder Schüler dafür ein Tablet?

Ulrich Schulze Althoff:
„Meister Cody“ ist eine Software, die auf die Tablets in den Schulen aufgespielt werden kann. Dafür braucht nicht jeder Schüler ein Tablet, sondern ein einzelnes kann immer weitergegeben werden, da die Schülerinnen und Schüler nicht unbedingt gleichzeitig mit „Meister Cody“ arbeiten müssen. Hinzu kommt das Startchancen-Programm ab Schuljahr 2024/25, das die Bundesregierung zusammen mit den Ländern gerade aufgelegt hat. Aus diesem Paket von 20 Mrd. Euro können sich die Startchancen-Schulen u.a. für ihre Ausstattung bedienen. Wir tragen gerade die Informationen zusammen, wie sie an diese Fördermittel herankommen und wie sie diese beantragen. Diese Übersichten und Hilfen teilen wir auf der Website: www.startchancen-programm.com 


Mehr zu „Meister Cody“

Über den Einsatz von „Meister Cody“ hat das heute-journal am 22. Dezember 2023 berichtet:


Über die Erfolge in Schule berichtete die Rheinische Post: Zum Artikel