Chronik
1897 - 1920
Ernst Klett d. Ä.
Ernst Klett d. Ä.
Die Ursprünge der Klett AG gehen zurück auf das Jahr 1897, als Ernst Klett mit seinem Schwager Julius Hartmann einen damals vor allem musikwissenschaftlichen Verlag, eine Druckerei sowie ein Plakatanschlagsinstitut von Carl Grüninger (vormals Königliche Hofbuchdruckerei zu Gutenberg) erwarb. Seither befindet sich das Unternehmen in Familienbesitz. Die bisherigen Räumlichkeiten wurden rasch zu klein, und so bezog die junge Firma bereits im Frühjahr 1900 den Neubau in der Stuttgarter Rotebühlstraße 77, wo sich auch heute noch der Stammsitz des Unternehmens befindet.
1921-1935
Fritz Klett
In den 20er Jahren erschienen die ersten Schulbücher für den württembergischen Raum. 1921 trat Fritz Klett in den Betrieb ein. Zusammen mit seinem Vater Ernst Klett d. Ä. gelang es Fritz Klett, Verlag und Auslieferung auszubauen und die Druckerei zu einem erfolgreichen mittelständischen Unternehmen zu entwickeln. Auch die sozialen Belange der Mitarbeiter waren den beiden ein Anliegen. So richteten sie z.B. eine Hilfskasse für die Belegschaft ein, die den Arbeitern und Angestellten eine finanzielle Unterstützung im Alter oder auch bei schwerer Krankheit gewährte. Ab 1928 firmierte das Unternehmen unter dem Namen "Ernst Klett Verlag Stuttgart". Zwei Jahre später wurden die bescheidenen Anfänge des regionalen Schulbuchprogramms erweitert: Der Verlag übernahm die Schulbuchabteilung des Bonz-Verlags mit dem Absatzmarkt Württemberg.
1936-1950
Ernst Klett d. J.
1936 trat Ernst Klett d. J. in das Unternehmen ein und widmete sich vorrangig den Verlagsgeschäften. Die Ausrichtung auf die Musikwissenschaft trat zugunsten von Belletristik und Sachbuch in den Hintergrund. 1940 konnte sich die Druckerei einen großen Auftrag sichern, das Telefonbuch der Oberpostdirektion, und so in Kriegszeiten für das wirtschaftliche Überleben der Firma und der Familie sorgen. Die Firmengebäude in der Rotebühlstraße wurden von Kriegszerstörungen weitestgehend verschont. Voraussetzung für die Wiederaufnahme der Verlagsgeschäfte nach Kriegsende war eine Lizenz der amerikanischen Militärregierung, die Klett am 23. November 1945 erhielt: Neben dem allgemeinen Verlag entstand nun auch ein eigenständiger Schulbuchverlag, der sich rasch zu einem der größten und erfolgreichsten in Deutschland entwickelte. Daran beteiligt waren einige ehemalige Mitarbeiter des Teubner-Verlages, die sowohl ihr Fachwissen als auch wichtige Schulbuchlizenzen des einstmals größten deutschen Schulbuchverlages mitbrachten. Am 8. Februar 1947 starb Ernst Klett d. Ä. im Alter von 84 Jahren.
1951-1968
Roland Klett
Am 9. Juni 1951 erlag Fritz Klett im Alter von 55 Jahren den Folgen eines Autounfalls. 1953 trat sein Sohn Roland Klett in die Firma ein und leitete in der Druckerei einen Modernisierungsschub ein. So entstand u.a. 1963 bis 1967 bei Korb ein neues Werksgebäude, in dem heute noch Vertrieb und Auslieferung abgewickelt werden.
1969-1980
Michael Klett
1969 wurde Michael Klett, der älteste Sohn von Ernst Klett d. J., Gesellschafter und Mitglied der Geschäftsleitung, 1976 übernahm er die Verlagsleitung. Sein jüngerer Bruder Thomas Klett wurde 1973 Gesellschafter und Mitglied der Geschäftsleitung. Mit Gründung der Verlagsgemeinschaft Klett-Cotta konnte ab 1977 die Belletristik gestärkt werden. Durch weitere Zukäufe, Beteiligungen (Friedrich Verlag, Esslinger Verlag) bzw. Neugründungen (PONS) expandierte Klett zu einer Unternehmensgruppe mit diversifizierten Geschäftsbereichen. 1989 wurde mit der Druckerei eines der traditionellen Standbeine aufgegeben. Klett agiert seitdem vor allem im Bildungsbereich.
1990-1999
Thomas Klett
1990 wurde mit dem Ernst Klett Verlag Leipzig die erste Zweigniederlassung eines westdeutschen Verlags in den neuen Bundesländern gegründet. Mit der Umwandlung der seit 1992 bestehenden Ernst Klett GmbH & Co. KG in eine Aktiengesellschaft wurden 1995 die Geschäftsfelder neu strukturiert und weitere Beteiligungen übernommen. Roland Klett wurde Vorsitzender des Aufsichtsrates, zwei Jahre später löste ihn Thomas Klett ab. Vorstandsvorsitzender wurde Michael Klett. Das Unternehmen expandierte verstärkt ins Ausland – in die Schweiz, nach Österreich, Spanien, Polen, Rumänien, Bulgarien, Tschechien, Ungarn, die Slowakei, die Länder des ehemaligen Jugoslawiens und Frankreich. Zudem gründete das Unternehmen 1994 die Deutsche Weiterbildungsgesellschaft (DWG) und baute in ihrem Rahmen den Bereich der Fernschulen und Fernhochschulen auf und aus.

2000-2017
Die Gründung der Europäischen Fernhochschule in Hamburg im Jahr 2001 sowie der Apollon Hochschule der Gesundheitswirtschaft im Jahr 2005 sind Wegmarken im gezielten Aufbau des Geschäftsbereichs Erwachsenen- und Weiterbildung. In den letzten Jahren sind weitere Beteiligungen an Bildungseinrichtungen im Präsenzbereich hinzugekommen, die die Entwicklung der Klett Gruppe zu einem vielfältigen Bildungsunternehmen fördern.

Dem Vorstand gehört seit 2007 Philipp Haußmann an. Mit Philipp Haußmann, dem Neffen von Michael Klett, ist bereits die vierte Generation der Verlegerfamilie im Unternehmen vertreten. Michael Klett ist 2009 vom Vorsitz des Vorstandes in den Vorsitz des Aufsichtsrates übergewechselt.

Im Jahr 2015 wurde Tilo Knoche zum Vorstandsmitglied ernannt. Seit 2016 ist neben Philipp Haußmann (Vorstandssprecher) und Tilo Knoche auch Lothar Kleiner Mitglied des Vorstandes.

Seit weit über 100 Jahren steht die Klett Gruppe nun schon für wirtschaftlichen Erfolg und Innovation in den Geschäftsfeldern Bildung und Kultur. Auf diesem soliden Fundament werden Mitarbeiter und Management in Deutschland und Europa weiterhin erfolgreich aufbauen.
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Fakten

  • Mit ihren 67 Unternehmen an 33 Standorten in 15 Ländern ist die Klett Gruppe ein führendes Bildungsunternehmen in Europa.
  • Das Angebot reicht vom klassischen Schulbuch bis zu modernen interaktiven Lernhilfen, von Fachliteratur bis zur schönen Literatur.
  • Darüber hinaus ist die Klett Gruppe der führende private Anbieter von Bildungs- und Weiterbildungsdienstleistungen.
  • An den in- und ausländischen Fernschulen und Fernhochschulen der Klett Gruppe lernen und studieren jährlich mehr als 185.000 Personen.
  • Die 3.605 Mitarbeiter in den Unternehmen der Gruppe erwirtschafteten im Jahr 2016 einen Umsatz von 537,3 Millionen Euro.